Vortrag von Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Heidelberg): Felix Hartlaub im literarischen Kontext

Die Monumenta Germaniae Historica (MGH) laden zu einem öffentlichen Abendvortrag im Rahmen einer Arbeitstagung in ihren Räumen ein.

Der Historiker und angehende Schriftsteller Felix Hartlaub, der in den letzten Kriegstagen in Berlin auf bisher unbekannte Weise zu Tode kam, gilt aufgrund seiner schonungslosen und zum Teil satirischen Aufzeichnungen aus dem besetzten Paris und aus dem Sperrkreis II des Führer-Hauptquartiers, wo er als Hilfskraft beim Kriegstagebuch tätig war, als „eine Begabung allerersten Ranges“ und als „das vielleicht stärkste Prosa-Talent der jüngeren Generation“, so Hans Egon Holthusen 1951 in einem Merkur-Artikel, der bis heute den Blick auf Hartlaub und seine Aufzeichnungen bestimmt. Die von Holthusen inaugurierte Wertschätzung verlangt es allerdings, Hartlaub einmal im literarischen Kontext, insbesondere in dem seiner Generationsgenossen, zu betrachten und neu einzuschätzen. Der Vortrag widmet sich dieser Aufgabe und wird zu einem differenzierteren Bild führen.

Um Ihre Anmeldung wird gebeten per E-Mail an annette.marquard-mois@mgh.de. Weitere Informationen zu den MGH-Vorträgen im Winterhalbjahr 2026/27 sowie zu den Referentinnen und Referenten hier

Monumenta Germaniae Historica / Ludwigstr. 16 (Gebäude der Bayerischen Staatsbibliothek, EG links)