Band 7,3 vervollständigt die Constitutiones-Bände über Ludwig den Bayern (Const. 5-7, 1314-1347). Die Gesamtreihe (911-1378) steht schon sehr nahe vor ihrer Vollendung, es fehlen noch die letzten Bände für Karl IV. Eine Bilanz über die Urkundenedition Ludwigs lohnt sich, weil sie die verfassungsgeschichtliche Einschätzung des Kaisers erlaubt, die vorher aufgrund der Unvollständigkeit des Materials nicht sicher möglich schien. Ludwig war der letzte in der Königsreihe seit Rudolf von Habsburg, die als kurze Epoche (1273-1347) den Höhepunkt der spätmittelalterlichen Wahlmonarchie darstellte. Er setzte die fürstliche Wahl als ausschlaggebend für das König- und Kaisertum in den Mittelpunkt und schloss die päpstliche Einflussnahme bei der Legitimierung der Macht im Reich konsequent aus. Der liturgische Rahmen der Krönungen war allenfalls begleitend, nicht aber herrschaftsbegründend. Mit Karl IV. ging die kurze Epoche der eigentlichen Wahlkönige zuende.
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